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Artikel veröffentlicht: Dienstag, 09.06.2015 18:10 Uhr

Artikel aktualisiert: Freitag, 12.06.2015 00:17 Uhr

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Neuanfang mit Klassikern

Angelo Semeraro führt das Restaurant seit 2010.

Quelle: Jan Philipp Eberstein

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Hannover. Andererseits, und vor allem von Hannover aus gesehen: Beides liegt im Süden, beides am Meer, Hauptsache Italien also.

 

Rühmkorffstraße 1a (List), Telefon: (0511) 666011, Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 24 Uhr, Küche bis 23 Uhr, Sonntag bis 22 Uhr, Montags geschlossen. Preiskategorie: moderat (bis 15 Euro).

 

 

Kostprobe im Stromboli

Der Dauerbrenner

Es muss ja nicht immer alles perfekt zusammenpassen. Wenn etwa ein Italiener aus Apulien ein Restaurant mit dem Namen Stromboli betreibt, dann kann man sich natürlich wundern - schließlich hat die Region am italienischen Stiefelabsatz wenig mit der Vulkaninsel bei Sizilien zu tun.

 

 

Und wenn man genauer hinschaut, passt der Name sogar überraschend gut. Der Stromboli ist mit seinen regelmäßigen kleinen Eruptionen so etwas wie der Dauerbrenner unter den italienischen Vulkanen, und das könnte man auch vom gleichnamigen Restaurant in Hannover sagen. 

 

Seit gut drei Jahrzehnten kommen an der Ecke Podbielskistraße/Rühmkorffstraße Pizzen aus dem Ofen, und die Nachfrage hat nicht nachgelassen. Jedenfalls waren bei unseren Besuchen auch unter der Woche fast alle Tische besetzt. Pärchen und Familien, Italiener und Deutsche, Hannoveraner und Gäste des Hotels nebenan - das Publikum ist vielfältig, was wohl damit zu tun hat, dass das Stromboli weder Luxus- noch Kult-Italiener ist und schon gar nicht Szene- oder Schickimicki-Lokal. Stattdessen serviert Chef Angelo Semeraro reichliche Portionen auf ordentlichem Niveau zu vernünftigen Preisen - darf ja auch mal sein.

 

Semeraro kam vom La Fortuna, wenige Meter die Podbi entlang, und hat 2010 das Stromboli übernommen - nicht zu verwechseln übrigens mit dem Bistro gleichen Namens an der Gneisenaustraße im Zooviertel, das an dieser Stelle auch schon lobend erwähnt wurde.

 

Mit einem höflichen „Buonasera“ werden wir bei unserem ersten Besuch begrüßt. Noch bevor wir die Speisekarte durchstöbern können, stehen schon Weißbrot und Oliven auf dem Tisch. Eigentlich wollten wir uns eine Vorspeise teilen, doch wir können uns nicht recht entscheiden. Der Kellner hilft und bietet zwei kleine Portionen an. Zum Preis von insgesamt 11 Euro erhalten wir so einen Teller Vitello Tonnato und eine reiche Auswahl an gebratenen Gemüsen, regulär hätten wir 19,50 Euro zahlen müssen. Das kann man ein gutes Geschäft nennen. Auch die Qualität stimmt weitgehend, nur das Kalbfleisch hätte etwas saftiger sein dürfen.

 

Vorbild könnte das mächtige Rinderfilet (25,50 Euro) sein, ein wahrlich dicker Brocken, der ganz nach unserem Geschmack gebraten wurde: Im Kern zwischen roh und medium, der Rest zartrosa und die Oberfläche gut geröstet. Großzügig zeigt sich der Koch bei der Soße und spendiert reichlich grünen Pfeffer. Das gemischte Ofengemüse mit Kartoffeln, Möhren, Rosenkohl und Bohnen als Beilage muss im Vergleich dazu abfallen, war aber in Ordnung.

 

Bei der Konsistenz der Pasta streiten sich gelegentlich die Geister: Der Italiener will die Nudel in der Regel bissfest wie frische Möhren, dem Deutschen soll sie möglichst auf der Zunge zergehen. Im Stromboli orientieren sie sich eher an den hiesigen Vorlieben, objektiv zu weich sind Penne, Spaghetti und Co. aber keinesfalls. So kann man durchaus die Pasta al siciliana (7,90 Euro) empfehlen, deren Tomatensoße zwar weniger scharf als erwartet ist, aber fruchtig und mit reichlich Kapern, Oliven und Peperoni bestückt. Auch bei den Spaghetti Bolognese gibt es für den Preis von 6,50 Euro nichts auszusetzen. 

 

Richtig überzeugt hat uns der Insalata Casa (8 Euro), ein frischer, richtig bunter Salat mit Tomaten, Gurken, Fenchel, Möhren, Schafskäse, Thunfisch und Parmaschinken. Kombiniert mit der Bruschetta (3 Euro) mit vielen frischen Tomaten, Rucola und dezenter Knoblauchnote ist das eine Sache zum Sattwerden.

 

Eine Wochenkarte ergänzt die Standards, jeden Freitag wird sie erneuert. Beim Trinken kann man mit dem weißen Hauswein, einem Verdicchio (0,5 Liter/8,50 Euro), hervorragend leben. 

 

Etwas gewöhnlicher ist der rote Hauswein, ein Nero d’Avola (0,2 Liter/3,50 Euro).

 

Und die Pizza? Nun, sie ist nicht schlecht, wenn auch kleiner und etwas dicker als die inzwischen in Hannover weit verbreiteten Steinofenpizzen à la L’Osteria und Mio Mio, geschmacklich aber in Ordnung. Nur war sie da wieder, die Frage nach dem Sinn der Namen: 

 

Warum ist ausgerechnet die Pizza Ancona (10,90 Euro) flächendeckend mit Schinken aus Parma belegt?

 

Mein Fazit: Italienische Küche für jeden Tag.

Von Ralf Heußinger

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